Epilog

Was geschah weiter mit den Bewohnern von Bassines, die gefangen genommen wurden?

Herr Cougnet wurde zu zwei Jahren Internierung in Bergen-Belsen verurteilt. Da er deutsch sprechen konnte, wurde er in die Pflegestation des Konzentrationslagers Gross Rosen verlegt. Anfang 1945 kamen die Russen näher. Es wurde beschlossen, das Lager mit Hilfe von LKWs zu räumen. Zwei Stunden Fahrt Richtung Westen bedeutete Befreiung durch die Amerikaner. Vor der Abfahrt kam der deutsche Arzt zu Herrn Cougnet und bat ihn als Dolmetscher zu bleiben, damit er sich auch weiterhin mit den Patienten unterhalten konnte. Die Russen würden bald das Lager befreien und dann wäre er gerettet. Außerdem könne er ein gutes Wort für den deutschen Arzt bei den Russen einlegen. Herr Cougnet ist damit einverstanden und bleibt. Aber dann kommen die SS-Soldaten, die sich vor der russischen Armee zurückziehen, die im Vormarsch ist. Diese entscheiden, das Lager zu räumen, damit alle Spuren vernichtet werden und schicken alle Gefangene zu Fuß nach Bergen-Belsen. Der Todesmarsch beginnt. Diejenigen, die es nicht schaffen, werden gnadenlos erschossen. Herr Cougnet kommt nie in Bergen-Belsen an.

Sämtliche Kinder unter 16 werden in ein Heim in Linkebeek überführt und überleben den Krieg. Robert Arouete flüchtet mit Hilfe von Margot. Sie tauchen bei tapferen Wallonen in der Umgebung unter. Die Söhne von Herrn Cougnet werden nach einigen leidvollen Monaten in einem Gefängnis freigelassen. Der älteste Sohn, Pierre, wog nur noch 30 kg. Die ganze Familie Frenel (Frenkel) wird nach Auschwitz deportiert und nur die beiden Schwestern kehren wieder. Philippe II (Wijckmans) ereilt das gleiche Schicksal. Den nicht-jüdischen Kindern geschieht nichts – Sie kehren wieder zurück nach Hause.

Ein besonderes Erlebnis widerfährt Kurt Pick, der Bäcker/Volkswirt. Er bleibt im Bett liegen und tut so als wäre er ernsthaft krank. Sie glauben ihm. Einige Tage später verlässt er Bassines und erzählt dem deutschen Wachposten, dass er schnellstens zum Krankenhaus muss. Er darf weiterlaufen. Er hat ein Buch geschrieben, in dem er über seine Erfahrungen erzählt.

Und mit den Verrätern?

In Méan gibt es nur einen Briefkasten und dieser wird vom Widerstand observiert. Es wird beobachtet, wie ein Pro-Deutscher zwei Briefe in den Briefkasten steckt. Nachts wird der Briefkasten geöffnet und der Inhalt überprüft. Die zwei bewussten Briefe werden herausgepickt. Einer ist an die Kommandantur in Huy und der andere an die Kommandantur in Marche adressiert. Es werden Namen von einigen Männern genannt, die in Bassines untergetaucht sind. Die Briefe werden einkassiert. Dies alles findet vor der Razzia in Bassines statt. Der Widerstand entschließt die Verräter zu liquidieren. Sie gehen zu Ihnen nach Hause und treffen dort nur die zwei Kinder an. Sie warten auf die Eltern, die bald kommen und es folgt eine kurze Verhandlung, welche die Todesstrafe zur Folge hat. Beide Eltern werden erschossen, aber auch die zwei Kinder. Das älteste Kind ist 13 Jahre alt. Dies wurde dem Widerstand hinterher sehr übel genommen.